Endlich war es soweit - das Wochenende, auf das ich schon ein halbes Jahr hingefiebert habe: Das NÄHCAMP 2015!
Nicht nur die beiden Tage in Berlin sind super spannend - sondern auch schon die gesamte Vorbereitung... WAS will ich nähen? Was für Stoff brauche ich?Was nehme ich alles mit?
Und da ich vom Typ "Absolut-Entscheidungsunfreudig" bzw. "Bitte-entscheiden-Sie-sich-aber-nicht-jetzt" bin, wußte ich bin fast eine Woche vorher nicht, was ich nähen will. Und den Stoff dafür auch erst in letzter Minute bestellt :-)
2 Sponsoren -
pattydoo und
schnittchen - stellten im Vorfeld Schnittmuster zur Verfügung. Und so ließ ich mir ein bißchen die Entscheidung abnehmen und wollte Scralett, das Wasserfallshirt von Pattydoo und die schicke Jacke Mona von schnittchen nähen.
Ich wünsche mir schon lange so eine Jacke, etwas schicker und zum schnellen Überziehen. Motivert ging ich zu Hause ans Werk und vergrößerte erstmalig den Schnitt auf meine Körperlänge. Das war sehr spannend... und der Stolz überwog am Ende.
Dann ging es Samstag früh los nach Berlin... und ich war froh, dass ich nicht als Allerletzte ankam, denn unser "Nähzimmer" war mit ca. 40 Mädels schon gut bestückt... Organisiert wieder von Elke von
ellepuls.com, unterstützt von Catrin vom
stoffbüro und Marie von
Mariegemachtes.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann auch schon los... spannend - wie man sich über altbekannte Nähcamperinnen genauso freut wie über "Neuzugänge".
Am Nähplatz lag auch schon ein Goddiebag, bestückt mit einem Gutschein von
www.schneidernmeistern.com, einer tollen Wichtelidee vom stoffbüro
und dem Buch Kissenkult, welches ich in naher Zukunft ausgiebig testen werde :-).
Nach dem Erlebnis vom letzten Nähcamp - wo ich erst am nachmittag überhaupt erst zum Nähen kam - wollte ich schnell was genähtes haben. Und so wurde zunächst Scarlett von pattydoo zugeschnitten und genäht. Mit Wasserfallausschnitt... weich fallend... Viskosejersey. Mit dem stehe ich ja ganz schön auf Kriegsfuß - flutsch unter der Nähmaschine weg und nach dem Auftrennen hat er immer Löcher. Also der Plan: so wenig wie möglich auftrennen... Ich habe das Shirt fertig gestellt, aber es ist ein wenig zu weit... müsste hinten noch auftrennen :-(, was ich bis jetzt noch nicht getan habe... ein UFO???
Danach machte ich mich an mein Jackenprojekt... und schnitt erstmal zu. Da die liebe Silke von schnittchen ebenfalls anwesend war, konnte ich mit allen meinen Fragen zu ihr gehen... ein echter Traum beim Nähen, wenn du den Schnittmusterdesigner direkt mit deinen Fragen löchern kannst. Das ist wie ein Traum, den ich schon öfters zu Hause hatte... und ich glaube, ich war ganz schön oft bei ihr :-).
Genäht habe ich meine Jacke bis in die Nacht... wollte fertig werden... aber es wollte nicht passen...und mein Nahttrenner musste ganz schön oft ran...die Jacke wolte und wollte nicht passen... und außerdem ist es so wunderbar, mit Mit-Nähcamperinnen zu quatschen, dass da auch ganz schön Zeit drauf geht...
Am nächsten Morgen wieder eine Überraschung - das nächste Goodiebag - von
smilla! Smilla ist nicht nur ein Stoffladen, den ich bei meinem nächsten Berlin-Besuch unbedingt aufsuchen muss, mein Sabine von Smilla stand auch als Nähcoach zur Verfügung! Danke, auch sie habe ich mit Fragen gelöchert :-)
Der EMF-Verlag sponorte ein wunderbares Buchpaket mit aktuellen Büchern, und ich habe dieses Jahr sogar Glück gehabt und eines gewonnen...
Und weil wir gerade bei den Sponbsoren sind...NOSH hat eine ganze Menge Stoffe für uns alle zusammengestellt. Ich habe mir ein kleines Stück von diesem wunderbaren Tigerstoff für eine Mütze mitgenommen (und diese auch genäht und mein Sohn liebt sie!!!)
Zurück zur Jacke... ich fragte Silke noch ein letztes Mal... und es stellte sich etwas ganz furchtbares heraus... ich habe beim Schnitt verlängern die Ärmelkugel falschherum wieder angeklebt...kein Wunder, das das ganz schön eng ist und nicht passt. Der Frust sitzt immer noch... die Jacke unvollendet.
Was lerne ich daraus? Zum Nähcamp nur mit einfachen Projekten reisen, die man auch - quatsch- und konzentrationstechnisch - bewältigen kann.
Es war so ein tolles Wochenende - nicht nur kulinarisch ein Genuss - sondern auch ein Erfahrungsaustausch mit anderen "Nähverrückten".
Aber etwas habe ich dennoch fetig bekommen: das Wasserfallshirt Scarlett von pattydoo.
Und es hat den kritischen Augen von Ina von Pattydoo auch standgehalten.
Bei der Farb- und Stilberatung von
komood durfte ich jedoch erfahren, dass das keine Farben sind, die mir stehen :-/ ... obwohl ich es gut finde. Was meint ihr denn dazu?
Ich freue mich auf eure Meinungen!
Habt einen schönen Tag - Sandra.